Ratgeber

Terminerinnerung per SMS:
so funktioniert sie.

Eine Terminerinnerung per SMS ist eine kurze Nachricht, die kurz vor dem Termin automatisch auf das Handy geht. Sie kostet ein paar Cent und verhindert den teuersten Fall im Kalender: die leere Stunde, die niemand mehr füllt. Hier steht, wann sie ankommen sollte, was hineingehört und was sie kostet.

Was eine Terminerinnerung per SMS ist

Eine Terminerinnerung per SMS ist eine kurze Nachricht auf das Handy, die an einen vereinbarten Termin erinnert. Sie wird nicht von Hand geschrieben, sondern automatisch verschickt: Du trägst den Termin einmal ein, und die Nachricht geht zum eingestellten Zeitpunkt von selbst hinaus, zum Beispiel einen Tag vorher um 10 Uhr.

In der Nachricht steht das Wichtigste in zwei Sätzen: wer schreibt, wann der Termin ist und was zu tun ist, falls er nicht passt. Mehr braucht es nicht. Wer die SMS liest, hat den Termin wieder im Kopf und kann ihn rechtzeitig absagen, wenn etwas dazwischengekommen ist.

Genau das ist der Punkt. Eine rechtzeitige Absage ist kein Verlust, sondern eine gewonnene Stunde: Du kannst sie neu vergeben. Ein Termin, bei dem einfach niemand erscheint, ist dagegen bezahlte Arbeitszeit ohne Gegenwert.

Warum SMS und nicht E-Mail, WhatsApp oder Anruf

Die SMS hat gegenüber allen anderen Wegen einen einfachen Vorteil: Sie kommt an, ohne dass jemand etwas dafür tun muss. Kein Konto, kein Passwort, keine installierte Anwendung, keine Internetverbindung. Ein Telefon, das telefonieren kann, kann auch eine SMS empfangen.

  • E-Mail: landet neben Werbung, Rechnungen und Newslettern. Viele Menschen lesen private E-Mails nur einmal am Tag, manche seltener. Der Spam-Ordner nimmt einen Teil davon ganz aus dem Blickfeld.
  • Eigene App: müsste erst installiert werden. Für einen Termin alle zwei Monate installiert niemand eine Anwendung.
  • Anruf: wirkt persönlich, kostet aber echte Arbeitszeit. Bei dreißig Terminen in der Woche sind das schnell zwei Stunden, in denen niemand vorne im Geschäft steht.
  • WhatsApp: ist weit verbreitet, für den automatischen Versand an Kundinnen und Kunden aber an deutlich mehr Bedingungen geknüpft. Der nächste Abschnitt geht darauf im Einzelnen ein.

Dazu kommt die Aufmerksamkeit. Eine SMS erscheint als Hinweis am Sperrbildschirm und wird in aller Regel innerhalb weniger Minuten gelesen. Sie braucht keine Betreffzeile und muss nicht gegen dreißig andere Nachrichten gewinnen.

Warum WhatsApp für Terminerinnerungen selten passt

WhatsApp ist auf sehr vielen Telefonen installiert, und im privaten Gebrauch kostet die einzelne Nachricht nichts. Für den automatischen Versand an Kundinnen und Kunden gelten allerdings andere Regeln als im privaten Chat.

  • Die gewöhnliche App ist dafür nicht vorgesehen. Wer geschäftlich und automatisiert verschickt, braucht den geschäftlichen Zugang des Anbieters. Versand aus einem normalen Konto verstößt gegen die Nutzungsbedingungen und kann dazu führen, dass die Nummer gesperrt wird.
  • Jede Vorlage muss vorher freigegeben werden. Texte für den automatischen Versand werden beim Anbieter eingereicht und geprüft. Eine Änderung am Wortlaut ist damit nicht in zwei Minuten erledigt.
  • Auch hier ist eine Zustimmung nötig. Für Nachrichten an Kundinnen und Kunden verlangt der Anbieter eine vorher erteilte Einwilligung. Für eine Terminerinnerung per SMS ist sie nicht erforderlich.
  • Die Telefonnummern gehen an den Anbieter. Das gehört in die Datenschutzerklärung und muss vertraglich geregelt sein. Beim SMS-Versand innerhalb der Europäischen Union ist dieser Punkt einfacher zu beantworten.
  • Abgerechnet wird je Unterhaltung, nicht je Nachricht. Was eine Erinnerung kostet, hängt davon ab, in welchem Zeitraum zuvor geschrieben wurde. Ein fester Preis je SMS lässt sich leichter vorausberechnen.
  • Die Nachricht braucht eine Internetverbindung. Ohne Netz wird sie nicht zugestellt. Eine SMS erreicht auch ein Telefon mit schwachem Empfang.

Dazu kommt der Ort der Nachricht. Eine Terminerinnerung steht in WhatsApp zwischen Familien- und Gruppenchats und rutscht dort schnell nach unten. Für das Gespräch mit Kundinnen und Kunden, die ohnehin schreiben, ist WhatsApp gut geeignet. Für die eine Nachricht, die zuverlässig ankommen muss, ist die SMS der einfachere Weg.

Kurz gesagtDie SMS ist der einzige Kanal, den praktisch jede Kundin und jeder Kunde ohne Vorbereitung empfangen kann. Deshalb eignet sie sich für genau die eine Nachricht, die wirklich ankommen muss.

Wann die Erinnerung ankommen sollte

Der Zeitpunkt entscheidet darüber, ob die Erinnerung etwas bewirkt. Kommt sie zu früh, ist sie bis zum Termin wieder vergessen. Kommt sie zu spät, bleibt keine Zeit mehr, den Platz neu zu vergeben.

Als Faustregel gilt: Die Erinnerung soll so früh kommen, dass du den frei werdenden Platz noch füllen kannst, und so spät, dass sie im Gedächtnis bleibt. Für die meisten Betriebe sind das 24 Stunden vorher. Je länger und je teurer ein Termin ist, desto früher sollte erinnert werden.

Empfohlene Vorlaufzeit je Art des Termins
Art des TerminsEmpfohlene VorlaufzeitGrund
Kurzer Termin bis 30 Minuten24 Stunden vorherDer Platz lässt sich meist noch am selben Tag vergeben.
Behandlung ab 60 Minuten48 Stunden vorherEine lange Lücke braucht mehr Zeit, um neu besetzt zu werden.
Termin mit Vorbereitung48 bis 72 Stunden vorherWer etwas mitbringen oder beachten muss, braucht Vorlauf.
Termin nach langer Pause7 Tage und zusätzlich 24 Stunden vorherWer vor Monaten gebucht hat, hat den Termin oft nicht mehr präsent.

Zur Uhrzeit: Vormittags zwischen 9 und 11 Uhr wird am zuverlässigsten gelesen. Nachrichten am späten Abend wirken aufdringlich, und wer nachts eine SMS bekommt, verbindet das nicht mit einem guten Service. Sperre deshalb Ruhezeiten, zum Beispiel von 20 bis 8 Uhr.

Zwei Erinnerungen sind bei teuren oder langen Terminen sinnvoll, bei allen anderen selten. Drei Nachrichten für einen Haarschnitt empfindet fast jeder als zu viel.

Was in einer guten Terminerinnerung steht

Eine Terminerinnerung ist kein Werbetext. Sie hat eine Aufgabe, und die erfüllt sie am besten in wenigen Zeilen. Diese fünf Angaben gehören hinein:

  • Wer schreibt. Dafür sorgt der Absendername. Statt einer fremden Nummer steht der Name deines Betriebs auf dem Display. Im Text muss er dann nicht noch einmal stehen.
  • Die Anrede mit Namen. Eine Nachricht mit Namen wird gelesen, eine ohne wirkt wie Werbung.
  • Wann der Termin ist. Datum und Uhrzeit, beides vollständig.
  • Was bei einer Absage zu tun ist. Eine Telefonnummer reicht. Wichtig ist, dass Absagen ausdrücklich erwünscht sind.

Geschrieben wird die Nachricht einmal als Vorlage. Für den Namen und den Termin stehen Platzhalter darin, die RemindWave beim Versand ausfüllt. So sieht das aus:

Die VorlageHallo {vorname}, wir erinnern an deinen Termin am {datum} um {uhrzeit}. Wenn es nicht passt, ruf bitte kurz an: 01 234 5678.
So kommt sie anHallo Anna, wir erinnern an deinen Termin am 12.09.2026 um 14:30. Wenn es nicht passt, ruf bitte kurz an: 01 234 5678.

Einen Platzhalter für die gebuchte Leistung gibt es nicht. Soll in der Nachricht trotzdem stehen, worum es geht, legst du dafür eine eigene Vorlage an, zum Beispiel eine für Farbtermine. Beim Eintragen des Termins wählst du die passende aus.

Drei Dinge, die eine Erinnerung schlechter machen

  • Zu viel Text. Öffnungszeiten, Preisliste und Anfahrtsbeschreibung liest niemand in einer Erinnerung. Sie kosten nur zusätzliche Zeichen und damit Geld.
  • Werbung im selben Atemzug. Ein Angebot in der Erinnerung macht aus der Nachricht rechtlich Werbung. Dafür brauchst du eine Einwilligung. Mehr dazu weiter unten.
  • Eine unbekannte Absendernummer. Wenn nicht auf den ersten Blick klar ist, wer schreibt, wirkt die Nachricht wie Spam. Ein eigener Absendername löst das.

Alle Platzhalter im Überblick und weitere fertige Texte stehen in den SMS-Vorlagen zum Kopieren.

Was eine Terminerinnerung kostet und wann sie sich rechnet

Eine SMS kostet einen festen Betrag pro Nachricht. Bei RemindWave sind das 0,18 Euro netto, dazu eine Grundgebühr von 19,90 Euro netto im Monat. Die Rechnung, ob sich das lohnt, ist kurz.

Angenommen, du hast 200 Termine im Monat und der durchschnittliche Termin bringt 45 Euro. Ohne Erinnerung erscheinen erfahrungsgemäß fünf bis zehn Prozent nicht, nehmen wir sieben Prozent. Das sind 14 ausgefallene Termine und rund 630 Euro, die nicht hereinkommen.

  • Kosten: 200 Erinnerungen zu 0,18 Euro sind 36 Euro, dazu 19,90 Euro Grundgebühr. Zusammen rund 56 Euro im Monat.
  • Nutzen: Schon zwei gerettete Termine im Monat decken diese Kosten. Alles darüber ist Gewinn.

Erfahrungswerte aus der Praxis zeigen, dass eine gut getimte Erinnerung die Ausfallquote etwa halbiert. Im Beispiel wären das sieben gerettete Termine und rund 315 Euro mehr Umsatz im Monat, bei 56 Euro Kosten.

So rechnest du für deinen BetriebNimm deine Termine im Monat, schätze die Ausfallquote und multipliziere mit deinem durchschnittlichen Umsatz pro Termin. Wenn die Hälfte dieses Betrags größer ist als deine SMS-Kosten, lohnt sich die Erinnerung. Bei den meisten Betrieben ist sie es deutlich.

Ein Hinweis zur Länge: Bis 160 Zeichen gilt eine Nachricht als eine SMS. Umlaute sind darin enthalten, Emojis nicht: Ein einziges Emoji senkt die Grenze auf 70 Zeichen. Wer kurz schreibt, zahlt weniger.

Was rechtlich gilt

Hier wird oft mehr Aufwand vermutet, als tatsächlich nötig ist. Der entscheidende Unterschied ist einfach: Eine Erinnerung an einen vereinbarten Termin ist keine Werbung. Sie gehört zu der Leistung, die du ohnehin erbringst.

  • Terminerinnerung: erlaubt, weil sie den Vertrag erfüllt. Wer einen Termin vereinbart, rechnet mit einer Nachricht dazu. Eine gesonderte Einwilligung ist dafür nicht nötig.
  • Werbung und Angebote: nur mit vorheriger ausdrücklicher Zustimmung. Das gilt in Österreich nach dem Telekommunikationsgesetz und in Deutschland nach dem Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb.

Unabhängig davon gelten drei Selbstverständlichkeiten:

  • Die Telefonnummer wird nur für den Zweck verwendet, für den sie angegeben wurde.
  • In der Datenschutzerklärung steht, dass Termine per SMS bestätigt und erinnert werden.
  • Wer keine Nachrichten mehr möchte, bekommt keine mehr. Dieser Wunsch wird festgehalten und beachtet.

Wie eine gültige Einwilligung für Werbe-SMS aussieht und was auf jede Werbenachricht gehört, steht ausführlich im Ratgeber Werbe-SMS und DSGVO.

So richtest du die automatische Erinnerung ein

Der Aufwand ist einmalig und liegt bei etwa einer halben Stunde. Danach läuft die Erinnerung ohne dein Zutun.

  1. Kunden anlegen oder importieren. Name und Telefonnummer genügen. Bestehende Listen aus Excel oder einem anderen Programm lassen sich als Datei einlesen.
  2. Absendername festlegen. Statt einer fremden Nummer steht der Name deines Betriebs auf der Nachricht. Das ist der wichtigste einzelne Punkt für das Vertrauen in die Nachricht.
  3. Vorlage schreiben. Einmal formulieren, mit Platzhaltern für Name, Datum und Uhrzeit. RemindWave setzt die richtigen Angaben bei jedem Versand automatisch ein.
  4. Vorlaufzeit und Ruhezeiten einstellen. Zum Beispiel 24 Stunden vorher, frühestens ab 8 Uhr und spätestens bis 20 Uhr.
  5. Testnachricht an dich selbst schicken. So siehst du genau das, was deine Kundinnen und Kunden sehen, und kannst den Text noch anpassen.

Ab jetzt reicht es, den Termin im Kalender einzutragen. Alles Weitere passiert automatisch, auch an Tagen, an denen viel los ist.

Häufige Fragen

Wie lange vor dem Termin sollte die SMS verschickt werden?

Für die meisten Betriebe sind 24 Stunden vorher der beste Zeitpunkt. Der Termin ist dann noch im Gedächtnis, und bei einer Absage bleibt genug Zeit, den Platz neu zu vergeben. Bei langen oder teuren Terminen sind 48 Stunden besser. Als Uhrzeit hat sich der Vormittag zwischen 9 und 11 Uhr bewährt.

Brauche ich eine Einwilligung für eine Terminerinnerung?

Nein. Eine Erinnerung an einen vereinbarten Termin gehört zur Leistung und ist keine Werbung. Wer einen Termin vereinbart und seine Nummer angibt, rechnet mit einer Nachricht dazu. Eine Einwilligung brauchst du erst, sobald du Angebote oder Werbung verschickst.

Was kostet eine Terminerinnerung per SMS?

Bei RemindWave kostet jede verschickte SMS 0,18 Euro netto, dazu kommt eine Grundgebühr von 19,90 Euro netto im Monat. Bei 200 Terminen sind das rund 56 Euro. Zwei gerettete Termine decken diese Kosten in der Regel bereits.

Wie viele Zeichen darf eine Terminerinnerung haben?

Bis 160 Zeichen wird eine Nachricht als eine SMS abgerechnet. Längere Texte werden aufgeteilt und entsprechend mehrfach berechnet. Umlaute zählen normal mit, Emojis nicht: Ein einziges Emoji senkt die Grenze auf 70 Zeichen pro Nachricht.

Warum nicht einfach WhatsApp statt SMS?

Für den automatischen Versand an Kundinnen und Kunden gelten bei WhatsApp strengere Regeln als im privaten Chat. Nötig sind ein geschäftlicher Zugang, vorab freigegebene Textvorlagen und eine vorher erteilte Einwilligung. Abgerechnet wird je Unterhaltung statt je Nachricht, und ohne Internetverbindung wird nichts zugestellt. Eine SMS erreicht dagegen jedes Telefon ohne App, ohne Konto und ohne Internetverbindung.

Kann der Kunde auf die Erinnerung antworten?

Wenn als Absender ein Name und keine Nummer angezeigt wird, ist eine Antwort per SMS technisch nicht möglich. Deshalb steht in der Nachricht, wie eine Absage funktioniert, zum Beispiel über eine Telefonnummer. Das ist in der Praxis der zuverlässigere Weg, weil die Absage sofort bei der richtigen Person landet.

Ersetzt die SMS-Erinnerung eine Online-Buchung?

Nein, beide lösen verschiedene Aufgaben. Die Online-Buchung nimmt Termine entgegen, auch außerhalb der Öffnungszeiten. Die Erinnerung sorgt dafür, dass ein einmal vereinbarter Termin auch wahrgenommen wird. Zusammen wirken sie am stärksten, weil online gebuchte Termine oft weiter in der Zukunft liegen.

RemindWave erinnert deine Kunden für dich.

Termin eintragen, fertig. Die SMS geht zum eingestellten Zeitpunkt automatisch raus. Die ersten 14 Tage sind kostenlos, ohne Zahlungsdaten.